Dateninfrastruktur

Das Kompetenzzentrum Bibliometrie betreibt eine qualitätsgesicherte Dateninfrastruktur. Diese wird am FIZ Karlsruhe gehostet. Der Kern der Datenbasis sind die bibliografischen Datenbanken Scopus (Elsevier) und relevante Bestände des Web of Science (Thomson Reuters).

Die Datenbestände werden über eine Reihe von automatischen und semiautomatischen Prozeduren während der Ladeprozesse überprüft und Fehler entsprechend bekannter Muster korrigiert. Es werden insbesondere zahlreiche Vereinheitlichungen und Standardisierungen, z.B. von Zeitschriftennamen und Länderangaben, vorgenommen.

Die Strukturschemas der Datenbanken sind in Hinblick auf die Benutzung für bibliometrische Untersuchungen konzipiert und optimiert, d.h. in Ergänzung der von den Datenbankherstellern gelieferten Rohdaten enthalten die Bibliometriedatenbanken zusätzliche Informationen und bereits vorberechnete Indikatoren

Ein besonderer Mehrwert der vom Kompetenzzentrum Bibliometrie betriebenen Dateninfrastruktur ist die implementierte Institutionencodierung, d.h. die vielfältigen Schreibweisen deutscher Institutionen, die in den Adressfeldern der Datenbanken enthalten sind, werden bereinigt und zusammengeführt, sodass eine eindeutige Zuordnung der Publikationen zu den Institutionen möglich wird. Die Institutionencodierung wird von I²SoS, Universität Bielefeld, vorgenommen.

Mit dem Ziel, die Reproduzierbarkeit bibliometrischer Analysen sicher zu stellen, werden die jährlich aktualisierten qualitätsgeprüften Bibliometriedatenbanken zu einem definierten Zeitpunkt festgeschrieben und eingefroren. Die alten Versionen der Datenbanken werden archiviert.