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Zur Nachhaltigkeit der Wissenschaftsförderung

Programm der 7. iFQ-Jahrestagung  

 
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (ohne Übersetzungen).
Montag, 1. Dezember 2014
 
11.00 – 11.30
Audiocast
Begrüßung und Einführung Professor Dr. Stefan Hornbostel
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung
Keynotes
11.30 – 12.15
Audiocast
Altes Neues oder neues Neues:
Wie nachhaltig darf die Wissenschaft heute sein?
Dr. Wilhelm Krull
VolkswagenStiftung, Hannover
 
12.15 – 13.00
Audiocast
Nachhaltigkeit durch Unabhängigkeit?
Zur Ambivalenz der universitären Autonomie
Professor Dr. Caspar Hirschi
Universität St. Gallen
13.00 – 14.00 Mittagspause
 
Sektion 1 Originalität oder Nützlichkeit:
Zur Nachhaltigkeit aus der Perspektive der Wissenschaft insgesamt
14.00 – 14.45
Audiocast
Klimawandel in der Wissenschaft:
Impulse für eine nachhaltige Hochschul- und Forschungslandschaft
Professor Dr. Uwe Schneidewind
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
 
14.45 – 15:30
Audiocast
Originalität und Erneuerungsfähigkeit in der Wissenschaft: Wie entstehen kreative Forschungsleistungen und wie finden sie Verbreitung? Professor Dr. Thomas Heinze
Bergische Universität Wuppertal
15.30 – 16.00 Kaffeepause
16.00 – 16.45
Audiocast
Estimating the returns to bio-medical research:
Evidence to encourage continued public support
Professor Dr. Martin Buxton
Brunel University, London
 
16.45 – 17.30
Audiocast
What are real breakthroughs in research?
Insights from a European comparative study
Professor Dr. Mats Benner
Royal Swedish Academy of Sciences & Lund University
 
17.30 – 18.00
Audiocast
Wie konstruiert man wissenschaftliche Nachhaltigkeit?
Beispiele aus der Hirnforschung
Professor Dr. Torsten Heinemann
Universität Hamburg
ab 18.00 Empfang
 
 
Dienstag, 2. Dezember 2014
Sektion 2 Entsorgung oder Nachnutzung:
Zur Nachhaltigkeit von Publikationen
9.00 – 9.45
Audiocast
Lebenszyklen und -wege von Publikationen aus bibliometrischer Perspektive Professor Dr. Anthony F. J. van Raan
Centre for Science and Technology Studies, Leiden University
 
9.45 – 10.30
Audiocast
Über Forschungsmüll im biomedizinischen Publikationsprozess – und wie er sich vermeiden lässt Professor Dr. Ulrich Dirnagl
Charité – Universitätsmedizin Berlin
 
10.30 – 11.15
Audiocast
Systematic Reviews als Voraussetzung für Nachhaltigkeit: Defizite und Perspektiven Professor Dr. Gerd Antes
Deutsches Cochrane Zentrum, Universitätsklinikum Freiburg
11.15 – 11.45 Kaffeepause
11.45 – 12.30
Audiocast
Reproducibility as a condition for sustainable research?
The pros and cons of validation studies
Dr. William Gunn
Reproducibility Initiative / Science Exchange, Palo Alto
 
12.30 – 13.00
Audiocast
Widerrufbarkeit als Voraussetzung für Nachhaltigkeit:
Funktion und Wirkungen von Retractions
Professor Dr. Martin Reinhart
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung
13.00 – 14.00 Mittagspause
 
Sektion 3 Investitionen oder Verschwendungen:
Zur Rentabilität der Wissenschaft
14.00 – 14.45
Audiocast
Economic and academic growth – any relation? Professorin Dr. Paula Stephan
Georgia State University
 
14.45 – 15.30
Audiocast
Regionale und wirtschaftliche Effekte von Hochschulen: Zum ökonomischen Wert der öffentlichen Bildung und Forschung Professor Dr. Torben Schubert
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
15.30 – 16.00 Kaffeepause
16.00 – 16.45
Audiocast
Langer Atem und Aufbrechen von Pfadabhängigkeiten –
Überforderung der Politik?
Professor Dr. Frieder Meyer-Krahmer
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung &
Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung a. D.
 
16.45 – 17.30
Audiocast
Nachhaltigkeit der Exzellenzinitiative:
Was bleibt von der Exzellenzförderung an den Hochschulen?
Dr. Torger Möller
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung
 
17.30   17.45 Schlusswort Professor Dr. Stefan Hornbostel
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung

 

Leitfragen zu Sektion 1 | Originalität oder Nützlichkeit:
Zur Nachhaltigkeit aus der Perspektive der Wissenschaft insgesamt
  • Was macht die Wissenschaft aus der Perspektive einzelner Wissenschaftler/innen eigentlich nachhaltig?

  • Was ist für die Nachhaltigkeit von Forschungsergebnissen entscheidender: ihre Originalität und Kreativität einerseits oder ihre Nützlichkeit und Anwendbarkeit andererseits?

  • Wenn man die drei wesentlichen Momente von Nachhaltigkeitskonzepten – Ressourcenschonung, Langfristigkeit und Generationengerechtigkeit – betrachtet, spricht dies eher für zufällige Erkenntnisprozesse und Serendipität oder eher für Planbarkeit und top down-konzipierte Forschungsprojekte?

  • Was ist nachhaltiger: blue sky research oder Forschung zu grand challenges? Was führt eher zu großen Forschungsdurchbrüchen?
Leitfragen zu Sektion 2 | Entsorgung oder Nachnutzung:
Zur Nachhaltigkeit von Publikationen
  • Wie viel nachhaltiges Wissen steckt in wissenschaftlichen Publikationen?

  • Steht das Wachstum an Publikationen in einem vernünftigen Verhältnis mit dem Wissenszuwachs?

  • Welche Rolle spielen die highly cited papers bei der Veröffentlichung und Verbreitung neuartiger Erkenntnisse? Stimmt das an Publikationen gebundene Reputationssystem mit dem grundsätzlichen Anspruch von Wissenschaft, neue Erkenntnisse hervorzubringen, überein?

  • Gibt es unter den Publikationen "sleeping beauties", die erst nach längerer Zeit wahrgenommen werden und sich dann als besonders nachhaltig erweisen, oder andersherum "cited beasts", die früh umfangreich zitiert werden, sich aber ggf. nachträglich als wenig wissenschaftlich erweisen?

  • Wie lässt sich die (Nachhaltigkeits-)Qualität von Publikationen überprüfen und sichern?
Leitfragen zu Sektion 3 | Investitionen oder Verschwendungen:
Zur Rentabilität der Wissenschaft
  • Gibt es sozioökonomische Modelle, mit denen das Innovationspotenzial von wissenschaftlichen Vorhaben bzw. dessen Nutzung über die Zeit bestimmt und bewertet werden kann?

  • Welche Rolle spielen sozioökonomische Kalküle bei der Förderung von Forschung und Lehre durch die öffentliche Hand, aber auch durch privatwirtschaftliche Förderorganisationen und Stiftungen, insbesondere aus der Perspektive der Förderer? Welche weiteren Motive abseits etwaiger sozioökonomischer Versprechungen gibt es für die Förderung von Wissenschaft?

  • Wie viel Aufmerksamkeit schenken Wissenschaftler/innen der jeweiligen Quelle der Mittelzuwendung bzw. den Motiven und der Ratio der Förderer von ihren einzelnen Vorhaben?

  • Wie verhalten sich im Allgemeinen die unterschiedlichen Alimentierungsstrukturen zur grundsätzlichen Idee von der Selbststeuerung der Wissenschaft und was bedeutet dies für einen auf das Wissenschaftssystem angewandten Begriff von Nachhaltigkeit?

  • Wie kann das Verhältnis von Förderung und Impact rationalisiert und operationalisiert werden? Welche Dimensionen von Nachhaltigkeit werden dabei berücksichtigt?

  • Woran machen sich Erfolg und Misserfolg bestimmter Förderprogramme wie z. B. der Exzellenzinitiative fest?

  • Welche Bedeutung kommt unter all diesen Gesichtspunkten den Hochschulen zu?