Analyse der Förderanträge
Die bewilligten Anträge der ersten Förderrunde wurden erfasst und textanalytisch ausgewertet. Die in den Anträgen dargestellten Maßnahmen dienten u. a. als Hintergrundinformation für die Interviews mit den Sprecherinnen und Sprechern der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster. Zu einem späteren Zeitpunkt, nach Abschluss der ersten Förderphase, werden die erfassten Maßnahmen ein wichtiger Maßstab für die Beurteilung des Erfolgs des Förderprogramms sein. Erfasst, aber bis Mai 2008 nicht im Detail ausgewertet wurden darüber hinaus die Anträge der zweiten Förderrunde sowie nicht bewilligte Vollanträge von Graduiertenschulen und Exzellenzclustern.
Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der DFG und des WR
Die Gespräche dienten vor allem dazu, die aus der Sicht der Förderorganisationen mit der Exzellenzinitiative verbundenen (wissenschaftspolitischen) Intentionen und Aspekte des Auswahlprozesses sowie der Implementation der Vorhaben zu erkunden. Sie wurden vom iFQ Bonn darüber hinaus zur Vorbereitung der Leitfäden für die Gespräche mit den Sprecherinnen und Sprechern der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster genutzt.
Leitfadengestützte Interviews mit Sprecherinnen und Sprechern sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern aller in 2006 bewilligten Graduiertenschulen und Exzellenzcluster
Diese Gespräche bilden ein Kernelement der bisher durchgeführten Analysen und Auswertungen, die in den Bericht zur Implementierungsphase eingegangen sind. In den 35 Interviews wurde insbesondere nach Einschätzungen zu Erfolgen und Problemlagen bei der Umsetzung der Vorhaben, den absehbaren Folgen für den jeweiligen Fachbereich und die jeweilige Universität, zur internen Qualitätssicherung und zu potenziellen Erfolgskriterien gefragt, um eine erste Einordnung der erfolgten Aktivitäten in Bezug auf die beantragten Maßnahmenbündel zu ermöglichen.
Leitfadengestützte Interviews mit verantwortlichen Vertreterinnen und Vertretern der 2006 bewilligten Zukunftskonzepte
Diese Interviews fokussierten insbesondere auf die Verknüpfung der dritten Förderlinie mit den beiden ersten. Im Vorfeld der Interviews fand ein Abstimmungsgespräch mit dem Wissenschaftsrat statt. Insgesamt wurden in diesem Erhebungsschritt acht Interviews durchgeführt.
Serien von vertiefenden Interviewreihen zu folgenden Themen:
- Universitäres Umfeld („Dekane im Schatten“)
In sechs leitfadengestützten Interviews wurde die Perspektive der nicht unmittelbar durch die Exzellenzinitiative geförderten Fachbereiche/Fakultäten in solchen Hochschulen untersucht, die in (mindestens) einer der drei Förderlinien erfolgreich waren. Interviewpartnerin oder -partner war immer die Dekanin bzw. der Dekan. Die Ergebnisse aus dieser Interviewreihe dienten dem iFQ als Hintergrundmaterial für die Erstellung des Berichts zur Implementierungsphase.
- Kooperationspartner der Exzellenzeinrichtungen
In den Interviews mit den Sprecherinnen und Sprechern der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster wurde u. a. auch über die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern, insbesondere außeruniversitären Forschungseinrichtungen, gesprochen. Um diese Datenbasis auf ein breiteres Fundament zu stellen und die sich aus der Zusammenarbeit ergebenen Erfolge bzw. Probleme aus der Perspektive beider Seiten zu beleuchten, hat das iFQ auch mit Vertreterinnen und Vertretern außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, von Unternehmen als auch kultureller Einrichtungen gesprochen. Insgesamt wurden neun leitfadengestützten Interviews mit Kooperationspartnern geförderter Exzellenzeinrichtungen durchgeführt.
Stammdatenerhebung
Erhoben wurden, auch zur Vorbereitung der im nächsten Punkt beschriebenen Onlinebefragung, bei allen Graduiertenschulen und Exzellenzclustern folgende Daten:
- eine aktuelle Liste der Principal Investigators,
- Angaben zu externen Kooperationspartnern der Exzellenzeinrichtungen und
- Angaben zum wissenschaftlichen Personal in den Exzellenzeinrichtungen, welches aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanziert wird (sowohl Stellen als auch Stipendien). Gefragt wurde hier nach Personen, nicht nach Vollzeitäquivalenten.
Es konnte ein Rücklauf von 100 Prozent erzielt werden (Ausnahme bei wissenschaftlichem Personal: Hier konnten für einen Exzellenzcluster keine Daten erhoben werden.).
Onlinebefragung aller Principal Investigators
Um neben der Sichtweise der besonders involvierten und engagierten Sprecherinnen und Sprecher der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster auch die der maßgeblich beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler skizzieren zu können, wurden 2252 Principal Investigators* in einer Onlinebefragung nach ihren Einschätzungen zur Umsetzung der Exzellenzprogramme, der Art ihrer Beteiligung an der Exzellenzeinrichtung, den Auswirkungen der Exzellenzförderung sowie zum Förderprogramm selbst befragt. Erste Auswertungen sind in den Bericht zur Implementierungsphase eingegangen.
Dank der Unterstützung durch die Sprecherinnen und Sprecher sowie die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Schulen und Cluster, die in ihren jeweiligen Einrichtungen für eine Teilnahme an der Befragung geworben haben, konnte ein hoher Rücklauf von 62,7 Prozent erreicht werden.
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Insgesamt wurden aus den Einrichtungen 2461 Personen als Principal Investigators genannt. Solche Principal Investigators, die in mehr als einer Exzellenzeinrichtung als maßgeblich beteiligte Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler aktiv sind, wurden nur einmal befragt. Die Auswahl, zu welcher Einrichtung die Person antworten wollte, wurde den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern überlassen. |
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