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Investments on joint and open R&D programs and analysis of their economic impact (JOREP)
 
Derzeit werden noch etwa 85 % der öffentlichen Forschungsmittel im Rahmen nationaler Forschungsprogramme verausgabt und können primär von nationalen Akteuren beantragt werden. Die Bildung und Entwicklung des Europäischen Forschungsraums wird seit dem Jahr 2000 als offizielles Ziel der europäischen Forschungspolitik betrieben. In den letzten Jahren ist durchaus ein Anstieg der Zahl und der Relevanz europäischer bzw. internationaler Programme beobachtbar. Die Entwicklung von über die Ländergrenzen hinausreichenden oder auch gemeinsamen Programmen wird aktuell als eine zentrale Maßnahme für die Herausbildung des Europäischen Forschungsraums gesehen. Leider sind Daten, die Auskunft über die entsprechenden Programme und ihre Wirkungen geben können, häufig unvollständig und vor allem kaum über Ländergrenzen hinweg vergleichbar. Notwendig sind daher eine verbesserte empirische Basis, geeignete Verfahren, Methoden und Indikatoren und natürlich die notwendigen Daten, um diese Prozesse in geeigneter Weise beobachten und bewerten zu können. Das iFQ beteiligt sich in diesem Zusammenhang an einem EU-Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Grundlage für das Monitoring der Investitionen in offene und gemeinsame Programme zu entwickeln. Konkret bedeutet dies:
  • Eine Infrastruktur zu entwickeln, die geeignet ist, vergleichbare Daten zu offenen und gemeinsamen Programmen nachhaltig zu sammeln und zu erfassen. Dazu gehört die Erarbeitung  geeigneter Definitionen, Typologien und Klassifikationen ebenso wie die Entwicklung von Prozeduren für die Datensammlung.
  • Für elf europäische Länder für den Zeitraum 2000-2009 die relevanten Daten beispielhaft zu erheben und auf dieser Datenbasis detaillierte quantitative Analysen zur Entwicklung von offenen und gemeinsamen Programmen in den teilnehmenden Länder vorzulegen.
  • Schließlich sollen die Analysen dazu dienen, Aussagen zu den Wirkungen dieser Programme zu ermöglichen.

Das Projekt wird im Auftrag der Europäischen Kommission durch ein Konsortium von elf europäischen Forschungseinrichtungen bearbeitet. Die Federführung liegt beim Institute for Economic Research on Firms and Growth des National Research Council of Italy (CERIS CNR).

Kooperationspartner: CERIS CNR (Italien, Konsortialführer),University of Lugano, Centre for Organisational Research (USI) (Schweiz), Manchester Institute of Innovation Research, ARMINES-LATTS (Frankreich), University of Manchester (Großbritannien), Norwegian Institute for Studies in Innovation, Research and Education (NIFU STEP) (Norwegen), Rathenau Instituut (Niederlande), Centre for Higher Education Studies (Tschechische Republik), Danish Centre for Studies in Research and Research Policy, CFA , Aarhus University (Dänemark), Centre for Science Policy and Higher Education, University of Warsaw (Polen), Institute for Information Science Studies (IEDCYT) (Spanien)

Laufzeit: Juni 2010 - Dezember  2012; Finanzierung: European Commission, DG Research

Ansprechpartnerin: Sybille Hinze