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Feldabgrenzung und internationale Kollaborationen: Praktische Begleitforschung zum "Pilotvorhaben zur Identifizierung internationaler Kooperationsmöglichkeiten" des BMBF

Im Pilotvorhaben zur Identifizierung internationaler Kooperationsmöglichkeiten, gefördert durch das BMBF, werden die Grundlagen für ein bibliometrisches Monitoring-Instrument zur Identifizierung potentieller internationaler Kooperationspartner und darauf aufbauend zur Stärkung der Forschungszusammenarbeit mit den "weltweit Besten" erarbeitet. Die Entwicklung eines derartigen Instruments ist aus mehreren Gründen schwierig: Erstens sind die Themengebiete häufig sehr komplex, teilweise erst im Entstehen und weisen keine klaren Grenzen auf. In der Regel liegen sie quer zu den üblicherweise verwendeten Klassifikationssystemen, was die Feldabgrenzung erschwert. Zweitens ist keineswegs klar, wie man die "Besten" identifiziert. Drittens sind Informationen nicht nur auf Länder- und institutioneller Ebene gewünscht, sondern es sollen auch individuelle Wissenschaftler/innen identifiziert werden, was besonders hohe Anforderungen an die Datenqualität stellt.

Im Rahmen dieses methodenorientierten Begleitprojektes sollen insbesondere die folgenden Fragen behandelt werden: Mit welchen Verfahren und Methoden lassen sich komplexe oder emergente Themengebiete bibliographisch abgrenzen? Wodurch zeichnen sich geeignete internationale Kooperationspartner auf verschiedenen Ebenen - Land, Institution und Person - aus? Wie lässt sich der "Ertrag" von Kollaborationen messen? Welchen Einfluss haben Skaleneffekte? Wie lässt sich die Dynamik von Themengebieten messen und abbilden?

Es soll ein Verfahren entwickelt und getestet werden, das Themengebiete unter Verwendung semantischer Verfahren abgrenzt. Darüber hinaus sollen neue Verfahren zur Charakterisierung, Identifizierung und Bewertung potentieller Kollaborationspartner entwickelt und getestet werden. Hier sollen insbesondere Verfahren, die auf der Analyse von Kooperations- und Zitationsnetzwerken aufbauen, genutzt werden. Ziel des Forschungsprojektes ist es somit, bestehende Verfahren weiter zu entwickeln bzw. neue Methoden zu entwickeln und zu erproben und für das Monitoring-Instrument nutzbar zu machen. Konkret geht es um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Methoden zur Feldabgrenzung, basierend auf einem Natural Language Processing (NLP)-Verfahren zur Klassifizierung von Publikationen, und die Entwicklung und Weiterentwicklung relativer, skalenunabhängiger und relationaler Indikatoren zur Charakterisierung der Forschungsleistung von Ländern, Institutionen und Personen.

Laufzeit: Mai 2011 − Dezember 2012
Kooperationspartner: Institute for Science Networking Oldenburg GmbH
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Ansprechpartner: Haiko Lietz, Jian Wang, Mathias Riechert