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Chinesisch-Deutsches Zentrum für Wissenschaftsförderung

Das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung wurde im Oktober 2000 durch die DFG und die National Natural Science Foundation (NFSC) eröffnet. Aufgabe des Zentrums ist es, die chinesisch-deutsche Wissenschaftskooperation zu intensivieren. Wissenschaftliche Beziehungen und Kooperationen zwischen China und Deutschland haben eine lange Tradition. Unter Bedingungen schnellen Wandels sind Traditionen aber kein Garant für eine selbsttätige Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.
Mitte 2005 stand die Evaluation des Zentrums an. Auf deutscher Seite koordinierte das iFQ die Evaluation. Wesentliche Fragestellung der Evaluation war, ob das ursprünglich entwickelte Förder- und Informationsinstrumentarium den veränderten Bedingungen noch gerecht wird. Der Forschungsoutput in China hat sich, ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau, in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht, während in Deutschland der Forschungsoutput auf hohem Niveau stagniert. In China hat eine deutliche Schwerpunktsetzung auf wenige Forschungsgebiete stattgefunden, Deutschland hingegen ist thematisch breit aufgestellt. In Deutschland werden Qualitätssicherungsverfahren und das Peer Review (durchaus von kritischer Reflexion begleitet) selbstverständlich genutzt. In China stellt sich die Frage, wie verträglich das Peer Review-Verfahren und kritische Evaluation mit der chinesischen Tradition und Kultur sind. Daher hatte dieses Projekt auch das Ziel, die chinesischen Partner mit Evaluationspraxen bekannt zu machen, in gemeinsamen Projekten einsetzbare Befragungsinstrumente zu testen und zu prüfen, ob traditionelle Höflichkeitsregeln Modifikationen an Instrumenten und Verfahren notwendig machen. Darüber hinaus sollte geprüft werden, welche Konsequenzen sich aus den Entwicklungstrends der internationalen Forschungslandschaft für die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Zentrums ableiten lassen.
Die Evaluation wurde in Form eines Peer Review-Verfahrens durch eine chinesisch-deutsch zusammengesetzte Expertengruppe durchgeführt. Auf der Basis eines vom iFQ entwickelten Fragenkatalogs erstellte das Zentrum einen Self-Report über die geleistete Arbeit. Darüber hinaus wurden eine Onlinebefragung der Teilnehmer geförderter Symposien und der Projektkoordinatoren durchgeführt, Gruppeninterviews mit der Leitung und den Beschäftigten des Zentrums geführt, Site visits bei durch das Zentrum geförderten Instituten in China und Deutschland durchgeführt und bibliometrische Analysen zu den geförderten Kooperationsprojekten vorgenommen.
Die Arbeit des Zentrums wurde von der Evaluierungskommission insgesamt positiv bewertet. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die zum Einsatz kommenden Instrumente den sich ändernden Bedingungen für die gemeinsame Forschung angepasst werden sollten. Anregungen zur Stärkung und Profilierung der Instrumente wurden gegeben. Die Ergebnisse wurden sowohl in den DFG-Gremien, wie auch im Zentrum intensiv diskutiert und schlagen sich in der aktuell unternommenen Neuausrichtung des Aufgabenprofils des Zentrums nieder.

Laufzeit: Mitte 2005 bis Ende 2007
Kooperationspartner: Beijing Institute of Technology
Finanzierung: DFG
Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Hornbostel
Weiterführende Informationen: http://www.dfg.de/internationales/dfg_praesenz/peking/, http://www.sinogermanscience.org.cn/