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Research careers in Europe

Um das ambitionierte Ziel des Europäischen Forschungsraums – die Schaffung einer Million zusätzlicher Forschungsstellen innerhalb der EU bis zum Jahr 2020 – erreichen zu können, gibt es erheblichen Bedarf, talentierte Nachwuchswissenschaftler und erfahrene Forscherpersönlichkeiten zu gewinnen bzw. in Europa zu halten. Hierfür sollen Karrierewege in die Wissenschaft attraktiver gestaltet werden und dabei auch unkonventionelle Ein- und Umstiege jenseits des klassischen Karrierewegs stärker Berücksichtigung finden. Vor diesem Hintergrund erscheint es von hoher Relevanz, potenzielle Barrieren auf dem Weg in die Wissenschaft zu eruieren sowie Bedarfe und Möglichkeiten von "dual career"-Angeboten und Wiedereinstiegsmöglichkeiten zu untersuchen und sich mit unterschiedlichen Ansätzen und Herausforderungen in diesen Bereichen zu beschäftigen.

Die "Research careers in Europe"-Studie hat einen evaluativen Charakter und adressiert drei übergeordnete Fragen:

  1. Wie werden Karrieren in der Wissenschaft wahrgenommen und wie kann man deren Attraktivität für den wissenschaftlichen Nachwuchs steigern?
  2. Wie sind "dual career"-Angebote gegenwärtig ausgestaltet und wie kann man diese optimieren?
  3. Welche Wiedereinstiegsmöglichkeiten gibt es gegenwärtig für Forscher in Europa und wie kann man diese optimieren?

Um diese Fragen umfassend beantworten zu können, basiert die Studie auf einem aktuellen und fundierten Literaturüberblick zu Karriereperspektiven inkl. "dual career"- und Wiedereinstiegsmöglichkeiten von Forschern in Europa. Darüber hinaus sollen Daten zu den sogenannten Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) generiert werden, um zu analysieren, wie insbesondere dieses Mobilitäts-Programm zur Förderung von Forscherkarrieren in Europa beitragen kann. Die Studie berücksichtigt dabei vier Analysedimensionen:

  • Systemebene: auf dieser Ebene werden Maßnahmen zum Karrieremanagement von EU Mitgliedsstaaten und assoziierten Staaten analysiert und mit Maßnahmen ausgewählter Nicht-EU-Länder verglichen;
  • Programmebene: hier werden ausgewählte MSCAs und deren Implementierungsmodalitäten untersucht;
  • Organisationsebene: diese Ebene rückt die Untersuchung von Forscherkarrieren, "dual career"- und Wiedereinstiegsmöglichkeiten aus Perspektive der Forschungseinrichtungen (Wissenschaft und Industrie) in den Fokus;
  • Individualebene: hier werden individuelle Motive für eine Forscherkarriere und das persönliches Karrieremanagement von Forschern analysiert.

Um alle Analysedimensionen adäquat abdecken zu können, werden sowohl quantitative als auch qualitative Methoden angewandt: Es kommen Online-Befragungen, Sekundäranalysen, Leitfadeninterviews und Fallstudien sowie Literaturstudien zum Einsatz.

Partner: Public Policy and Management Institute (Litauen, Koordinator), INOVA+ (Portugal), CARSA (Spanien), iFQ – Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (Deutschland)
Laufzeit: November 2014 − April 2016
Finanzierung: European Commission, DG Education and Culture
Ansprechpartnerinnen: Dr. Sybille Hinze, Dr. Sophie Biesenbender
Ehem. Mitarbeitende: Dr. Nathalie Huber