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Kerninhalte, Organisationsstrukturen und Bewertungsverfahren translationaler medizinischer Forschung

Im Rahmen aktueller Diskussionen um eine Verbesserung medizinischer Innovationsprozesse ist translationale medizinische Forschung (TMF) zu einem vielbeachteten Ansatz avanciert. Das erklärte Ziel von TMF ist eine effizientere und effektivere Übersetzung "from bench to bedside", das heißt von Ergebnissen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung üüber klinische Studien in neue Behandlungsstrategien. Der Rekurs auf TMF erfolgt dabei vor dem Hintergrund sichtbar gewordener Schwachstellen innerhalb der medizinischen Wissensproduktion und -verarbeitung. Sowohl bei der Übersetzung von biomedizinischen Erkenntnissen in ein konkretes Studiendesign als auch bei den Übersetzungsprozessen dieser Erkenntnisse in die patientenorientierte Praxis, ist eine Qualitätskrise diagnostiziert worden.

Doch was wird konkret unter TMF verstanden? Welche Kerninhalte, Organisationsstrukturen, Prozesse und Zielvorstellungen sind hiermit verbunden? Und wie können Übersetzungspraktiken als Prozess dargestellt, erfasst und als Beitrag zur Qualitätssicherung bewertet werden? Das Projekt zielt auf eine Analyse dessen, was aktuell unter TMF verstanden und praktiziert wird. Dabei stehen erstens die unterschiedlichen ökonomischen, politischen und moralisch-ethischen Begriffsdimensionen im Fokus, durch die die wissenschaftlichen Kerninhalte von TMF in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext gedeutet werden. Zweitens werden die Organisationsprozesse in den Blick genommen, durch die TMF vor Ort umgesetzt wird.

Kooperationspartner: Humboldt-Universität zu Berlin
Laufzeit: Oktober 2014 − Juni 2015
Finanzierung: Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) / Charité – Universitätsmedizin Berlin
Projektleitung: Dr. Anne K. Krüger, Prof. Dr. Martin Reinhart
Projektmitarbeit: Clemens Blümel, Dr. Stephan Gauch, Barbara Hendriks