Promotionsnoten in
Deutschland 2001-2015

 

Kurzeinführung – Erste Bedienschritte

Die Bedienschritte werden am Beispiel eines Promovierenden der Freien Universität Berlin im Fachbereich Chemie aufgezeigt. Sein Ziel ist es, sich über die in seinem Fach üblichen Promotionsnoten zu informieren.

1. Start: Übersichtskarte
2. Übersicht der Fächer mit Summa Cum Laude
3. Wechsel des Ausgangspunktes zu Fachbereich
4. Wechsel zu der Detailansicht

1. Start: Übersichtskarte

Die Übersichtskarte dient dem Überblick über die Promotionen in der deutschen Hochschullandschaft. Sie visualisiert wie viele Promotionen pro Fachbereich an den Universitäten in Deutschland abgeschlossen wurden. Der Radius der einzelnen Kreisdiagramme ergibt sich dabei aus der Gesamtzahl der Promotionsnoten.

Im Beispielfall zeigt die Übersichtskarte, dass die Freie Universität Berlin einen hohen Anteil an mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern aufweist. Im Vergleich zu anderen Hochschulen wurden an der Freie Universität Berlin viele Promotionen abgeschlossen. Da jedoch das Fach Chemie und nicht das gesamte Fächerspektrum von Interesse ist, wird eine detailliertere Aufschlüsselung benötigt. Diese findet sich in der Übersicht Anteil summa cum laude, welche durch einen Klick auf die Freie Universität Berlin in der Übersichtskarte aufgerufen wird. Nach dem Klick wird auf der linken Seite das Auswahlmenü eingeblendet. Im Zentrum der Benutzeroberfläche wird im Diagrammbereich die Übersicht Anteil summa cum laude eingeblendet.

2. Übersicht der Fächer mit der Note "summa cum laude"

In dem links angezeigten Auswahlmenü ist die angeklickte Hochschule bereits ausgewählt und alle angebotenen Fächer mit mehr als fünf Promotionen in drei Jahren sind aufgelistet. Das daraus resultierende Balkendiagramm wird im Diagrammbereich dargestellt.

Für den Beispielfall zeigt des Diagramm, dass der Fachbereich Chemie im Zeitraum 2008-2010 mit 16% Summa Cum Laude Anteil an allen Promotionen im unteren Drittel liegt. Im Vergleich mit dem Fachbereich Bibliothekswissenschaft (mit 50% Notenanteil summa cum laude) zeigt sich eine deutliche Differenz. Bei Bewegen der Maus über einen Balken öffnet sich ein Informationsfeld, in dem die Fallzahl (208 Promotionen) ablesbar ist. Verglichen mit der Fallzahl der Bibliothekswissenschaft (8 Promotionen) ist ein Unterschied von 200 Promotionen ersichtlich. Um Balken mit niedrigen Fallzahlen auf den ersten Blick visuell hervorzuheben, werden sie bei einer Fallzahl unter 20 Promotionen heller dargestellt. Details zur Darstellung im Balkendiagramm sind in der Beschreibung der Übersicht Anteil summa cum laude zu finden.

Um die Fachbereiche einzugrenzen, kann im Auswahlmenü links im Kategoriefeld "Fachbereich" die Selektion angepasst werden. Durch gehaltene STRG-Taste lassen sich mehrere Fachbereiche gleichzeitig auswählen (Auswahlmethoden werden hier beschrieben). Im Beispielfall ist insbesondere der Vergleich mit anderen naturwissenschaftlichen Feldern von Interesse. Deswegen werden Biologie, Chemie und Physik ausgewählt. Um die Entwicklung über den Zeitverlauf zu verfolgen, können weiter zurückliegende Zeiträume angezeigt werden. Änderungen der Selektionsparameter werden durch Klick auf "Anzeigen" übernommen.

Der Beispielfall zeigt, dass auch innerhalb der Naturwissenschaften Unterschiede auftreten: Im Fachbereich Chemie sind die Promotionsnoten im Zeitverlauf beständiger und im Durchschnitt auf einem etwas höheren Niveau. Um den Fachbereich Chemie über mehrere Hochschulen hinweg zu vergleichen, ist ein Perspektivenwechsel notwendig.

3. Wechsel des Ausgangspunktes zu Fachbereich

Im Auswahlmenü ist der Einstiegspunkt oben per Klick auf den Tab Fachbereich umschaltbar (der aktuell ausgewählte Einstiegspunkt ist blau hinterlegt). Anschließend kann die Auswahl des Fachbereiches erfolgen. Im Beispielfall wird erneut Chemie ausgewählt, um den Fachbereich bundesweit vergleichen zu können. Das daraus resultierende Diagramm zeigt, dass die Freie Universität Berlin mit 16% Anteil Summa Cum Laude genau im Bundesdurchschnitt liegt, während zu anderen Hochschulen teils deutliche Unterschiede bestehen.

Durch die Auswahl des Fachbereiches als Einstiegspunkt wird das Untermenü Fachdurchschnitt verfügbar. Der Bundesdurchschnitt von einem der ausgewählten Zeiträume wird in dem Diagramm als vertikale Linie dargestellt. Weitere Informationen zum Fachdurchschnitt finden Sie im Hilfepunkt Summa Cum Laude Übersicht.

Um zusätzlich zu den Anteilen der Note summa cum laude die anderen Notenanteile betrachten zu können, wird in die Detailansicht gewechselt.

4. Wechsel zu der Detailansicht

Durch einen Klick auf Detailansicht im Ansichtmenü (oben mittig) wird zur Detailansicht gewechselt. Die Selektion der bisher ausgewählten Parameter bleibt dabei erhalten. In der Detailansicht können aus Übersichtsgründen nur sechs Hochschulen gleichzeitig angezeigt werden (ausgewählt bleiben die ersten sechs Hochschulen). Im Diagramm werden alle Noten angezeigt. Um die Unterschiede der in Schritt 3 gefundenen Charakteristika der Hochschulen zu untersuchen, werden im Beispielfall für den Fachbereich Chemie die Hochschulen Freie Universität Berlin, Universität Kiel (als Vertreter einer Hochschule mit hohem Anteil von summa cum laude) und Universität Hamburg (als Vertreter eines niedrigen Notenanteiles summa cum laude) gewählt. Um eine Analyse über den Zeitverlauf zu ermöglichen, werden alle drei verfügbaren Zeiträume ausgewählt. Änderungen der Selektionsparameter werden durch Klick auf "Anzeigen" übernommen.

Im Diagramm sind jetzt neben den Anteilen der Note summa cum laude auch alle anderen Noten visualisiert. Der Anteil der sehr guten Noten schwankt zwischen den Hochschulen deutlich. Allen drei Hochschulen ist ein relativ geringer Anteil von Promotionen mit der Note "Gut" (11-17%) gemeinsam. Schlechtere Noten kommen kaum vor.

Die Notenzuordnung wird vom Statistischen Bundesamt wie folgt angegeben:

Statistisches Bundesamt (Destatis) lateinische Bezeichnung
mit Auszeichnung summa cum laude
sehr gut magna cum laude
gut cum laude
befriedigend satis bene
ausreichend rite
nicht bestanden non probatum

Die überwiegende Zahl der Promotionsordnungen in Deutschland sieht jedoch häufig nur vier Fälle vor (Dieter, Törner, 2011).

Quellen:
Wissenschaftsrat, 2011 – Anforderungen an die Qualitätssicherung der Promotion – Positionspapier
Dieter, M., Törner, G. (2011): Das Summa-Cum-Laude für Mathematikpromotionen. MDMV 19.2 (S. 113-115)